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Schon wieder Knatsch in Davos….

27. Januar 2011

Heute morgen ist es in Davos beim World Economic Forum schon wieder – wie im letzten Jahr – zum Eklat gekommen: Verteidigungsminister Guttenberg und Wirtschaftsminister Brüderle hatten – wie schon 2010 – deutsche Unternehmer parallel und unkoordiniert um 07.30h zum Frühstück geladen. Hier die GANZE Geschichte, wie sie sich nach intensiven Recherchen und Feldjägerberichten darstellt: Brüderle hatte schon zu Beginn des Winters darauf verwiesen, dass Frühstückseinladungen generell in sein Ressort fallen. Guttenberg entließ ihn darauf umgehend per Handy, verlegte seine Einladung an die deutschen Unternehmer taktisch geschickt vor auf 07.15h und ließ an die Unternehmer Nachtsichtgeräte aus dem Serbien-Bestand austeilen. Brüderle konterte vorgestern mit einem zusätzlichen Eier-Gericht mit Weinschaum auf der Speisekarte, worauf Guttenberg den Unternehmern zusagte, während des Frühstücks Live-Bilder von der Ausbildung auf der Gorch Fock zu zeigen.

Brüderle reagierte, nahm die neue deutsche Weinkönigin mit auf die Speisekarte und ließ streuen, dass eine persönliche Steuersenkung um 20% für jeden Unternehmer angedacht werde, der bei ihm auftauche. Guttenberg ließ die BILD-Zeitung ein Foto von seiner Frau beim Skifahren abdrucken. Angela Merkel, die bis dahin in Davos  zu gar nichts eingeladen hatte und auch nicht wurde, verwies auf die Koalitionsvereinbarung, nach der so ein Frühstück überhaupt erst 2013 umgesetzt werden sollte, was jedoch wiederum Guido Westerwelle anders in Erinnerung hatte: Nach seiner Lesart sollte das Unternehmer-Frühstück in Davos noch 2011, aber um 20.13h stattfinden. Doch auch nachdem Guttenberg die gesamte Post aller Davos-Teilnehmer hatte öffnen lassen, ließ sich nicht abschließend klären, was im Koalitions-Ausschuss eigentlich besprochen worden war.

Die Schlacht entschied sich erst am heutigen frühen Morgen: Brüderle war es zwar gelungen, einen Enkel von Klaus Kinski anzuheuern, die Gorch Fock über den Alpenhauptkamm zu ziehen und vor dem Frühstücksraum von Guttenberg abzustellen. So mussten die Unternehmer erst in die Takelage hochentern, um in den Frühstücksraum zu kommen. Doch Brüderle hatte Guttenbergs Gäste unterschätzt: Vor allem die Similaun-Gruppe um Herbert Henzler schaffte Auf- und Ab-Entern über den Speckstreifen problemlos und traf rechtzeitig ein. Wie es hieß, blieb Brüderle selber schon auf der ersten Rahe hängen, machte es sich dort aber gemütlich und erklärte, der Aufschwung werde trotzdem weitergehen….

(WIR WERDEN WEITER AUS DAVOS BERICHTEN)

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